Arge Landtechnik

CLIMMAR-Kongress tagt in Thun in der Schweiz

Ein Artikel von Engelbert Pruckner | 07.11.2019 - 00:00
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Engelbert Pruckner, Vorsitzender ARGE Landtechnik © ARGE Landtechnik

Der alljährliche CLIMMAR-­Kongress fand diesmal in der Schweiz statt. CLIMMAR, die europäische Vereinigung der Landmaschinenfachbetriebe hat 16 Mitgliedsländer und sieht es als Aufgabe an, die Interessen der Mitglieder vor allem auf europäischer Ebene zu vertreten. Weiters soll der gegenseitige Informationsaustausch, insbesondere über Projekte der Länder intensiviert werden. Ziel ist es auch, durch Gespräche mit der Industrie die Situation der Betriebe zu verbessern. 
Der Präsident der CLIMMAR, der holländische Händler Erik Hogervorst, hat angekündigt, anlässlich des nächsten Kongresses 2020, welcher vom 22. bis 25. Oktober 2020 in Budapest stattfinden wird, nicht mehr zu kandidieren. Bewerber sind herzlich eingeladen, sich zu melden. Anlässlich des Kongresses übergab der langjährige Vizepräsident Joost Merckx seine Agenden an seinen Nachfolger Roberto Rinaldini.

Zukünftige Themen

Die europäischen Länder sind grundsätzlich für die nahe Zukunft der Landmaschinenbranche beschränkt optimistisch. Sorgen macht jedoch die allgemeine Agrarpolitik der EU, welche derzeit am Prüfstand stehe und man nicht wisse, wie es de facto weitergeht. 
Auch die Durchführung der Händlerzufriedenheitsanalyse war wieder ein Thema: Leider gelingt es nicht, ein Österreich-Ergebnis zu Stande zu bekommen. Die Rückmeldungen aus Österreich fließen zwar in die europäischen Zahlen ein, eine eigene Auswertung für Österreich ist aufgrund der Rückmeldungen allerdings nicht möglich. Die Ergebnisse der europaweiten Händlerzufriedenheitsumfrage werden dann am 11. November in einer Pressekonferenz anlässlich der Agritechnica verlautbart.
Ein weiteres Kernthema des CLIMMAR-Kongresses war die Aufstellung der CLIMMAR in Zukunft. CLIMMAR verfügt generell über ein niedriges Budget, und es wird daher nicht möglich sein, eine eigene professionelle Geschäftsstelle in Brüssel zu unterhalten. Die anwesenden Verbände haben sich aber bereit erklärt, mehr individuelle Arbeit in die einzelnen Projekte der CLIMMAR zu investieren. Auch die Positionspapiere betreffend „Smart farming“ sowie „Verhältnis der Landmaschinenbetriebe zur Industrie“ wurden diskutiert.

CLIMMAR-Report

Einen guten Überblick über die Aktivitäten der CLIMMAR findet sich auch im sogenannten CLIMMAR-Report 2018/2019.

Thema Ausbildung

Weiters gab es Vorträge eben zur neuen europäischen Agrarpolitik. Der letzte Tag des Kongresses am Samstag war in erster Linie Ausbildungsfragen gewidmet, insbesondere die Schweiz  und deren Ausbildungssystem dargestellt. Im Anschluss daran wurde auch das Ausbildungscenter in Aarberg besichtigt.

Verabschiedung

Zum Abschluss wurde auch der Obmann der ARGE Landtechnik, Engelbert Pruckner, gebührend verabschiedet. Engelbert Pruckner hat 20 Jahre am Kongress teilgenommen und dort die österreichische Position eingebracht. In seinen Abschiedsworten dankte Pruckner den Anwesenden für die gute Zusammenarbeit und Freundschaft und appellierte an die Branche, auch weiterhin zusammenzuhalten.