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Desinfektionsmittel für die Lebenshilfe NÖ: Austria Juice Kröllendorf Werksleiter Karl Govednik und Elisabeth Kickinger von der Lebenshilfe NÖ  © Agrana

Coronavirus

Agrana startet mit Herstellung von Desinfektionsmittel

Ein Artikel von Flavia Forrer | 27.04.2020 - 16:16

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist das am Agrana-Standort Pischelsdorf (Bezirk Tulln) produzierte Bioethanol auch für die Herstellung von Desinfektionsmitteln zugelassen worden. Neben der Lieferung des hochprozentigen Alkohols an Großabnehmer der weiterverarbeitenden Desinfektionsmittelindustrie hat Agrana nun selbst die Herstellung von Flächen- und Handdesinfektionsmitteln begonnen. Mit einem Teil der Produktion versorgt das Unternehmen kostenlos Pflege- und Sozialorganisationen in Nieder-, Oberösterreich und Steiermark. Konkret kommen die Desinfektionsmittel-Spenden, welche durch die jeweiligen Werksleiter verteilt werden, Einrichtungen in den umliegenden Regionen der Agrana-Fabriken in Aschach/Donau (OÖ), Gmünd, Kröllendorf, Leopoldsdorf, Pischelsdorf und Tulln (alle NÖ) sowie in Gleisdorf (Stmk.) zugute. 
„Wir freuen uns, dass wir in der Corona-Krise zur Schließung dringender Versorgungslücken bei Desinfektionsmitteln beitragen können. Mein Dank gilt auch den zuständigen Behörden, die schnell und unbürokratisch die Bewilligung zur Sonderverwendung des Alkohols und eine Steuerbefreiung für das hergestellte Desinfektionsmittel erteilt haben“, so Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der Agrana Beteiligungs-AG.

Abfüllung und Herstellung in Kröllendorf

Die Herstellung und Abfüllung der Hand- und Flächendesinfektionsmittel erfolgt bei der Agrana/Raiffeisen Ware-Tochter Austria Juice in Kröllendorf (NÖ). Das dortige Fruchtsaftkonzentratwerk hat kurzfristig eine Abfüllstation eingerichtet und füllt die Desinfektionsmittel in 25-Liter Kanister ab. Austria Juice kann pro Woche bis zu 40.000 Liter Desinfektionsmittel herstellen.
Der hochprozentige Alkohol als Grundstoff stammt aus der Bioethanolanlage in Pischelsdorf (NÖ), wo Agrana täglich insgesamt rund 600.000 Liter Bioethanol produziert. Voraussetzung für die Produktion von Desinfektionsmitteln aus Ethanol war eine im März erlassene Ausnahmegenehmigung des Umweltministeriums zur Biozid-Verordnung.